zwei wochen vorbei

14. Mrz 2005

Nun sitze ich hier und schreibe …

… zwei Wochen sind vorbei. Was ist in der Zwischenzeit geschehen, was habe ich so gemacht? Da heute mein freier Tag ist, will ich mal das Wichtigse aufschreiben, damit ihr auf dem neuesten Stand seid.
Zunächst einmal habe ich einige Vorlesungen besucht, z.B. Logik und Epistomologie (Erkenntnistheorie) und Einleitung ins NT. War ganz interessant, wenn’s auch schwer ist nach nur einer Doppelstunden sich ne Meinung von der Vorlesung zu machen.

Außerdem habe ich bei etlichen Leuten zu Mittag bzw. Abend gegessen. Das machen die, damit ich nicht verhungere und sie mich ganz nebenbei auch noch kennen lernen. Was dabei die Priorität ist – nun ihr dürft raten.

Jo, dann war da noch der Jugendabend, den ich diesmal aber nicht vorbereitet habe und auch die Bibelstunde, wo ich ebenfalls nur Gast war. Also nicht so viel, wo ich selber aktiv war. In der Bibelstunde war ein Missionar (Ein Absolvent vom BST), der 10 Jahre in der Ukraine war und über Beslan berichtet hat. Er war ca. 40 Tage nach der Geiselnahme dort, um mit Leuten zu reden. War echt krass, was er erzählt hat. Ca 1500 Leute wurden tagelang unter unmenschlichen Bedingungen festgehalten. Und auch die Russischen Einsatzkräfte und Politiker haben sich nicht mit Ruhm bekleckert.

Ach so – am Samstag war ich beim „manifest“ – ne, nicht das von Marks und Engels (und auch nicht das von RMS). manifest ist ein evangelistischer Jugend/Studenten-Gottesdienst. Von wem genau es organisiert wir, weiß ich nicht, aber es ist auf jeden Fall nicht von einer Gemeinde organisiert, sondern ist vielmehr eine überkonfessionelle Sache.
War ganz cool, mal etwas so ähnliches wie der feierabend zu sehen. War ziemlich groß – ca. 400 – 500 Leute. Alles in einem Konzertsaal eines Radios hier.
Hat mich trotzdem nicht sehr überzeugt. Vor allem der „Anbetungsteil“. Die Anführungsstriche benutze ich, weil ich (und ich weiß es auch von anderen) nicht wirklich bei dieser Lautstärke Gott anbeten konnte. Ich habe echt nichts gegen Schlagzeug, E-Gittare oder Bass. Seit ich im feierabend mitarbeite kann ich mir – um ehrlich zu sein – eine gute Anbetungszeit ohne Schlagzeug und so kaum noch vorstellen (ja, ich weiß, immer diese verwöhnten Jugendlichen). Aber das war einfach nur noch laut, sehr laut. Und das schon seit dem ersten Takt. Nach zwei Liedern will man einfach nur nach seine Ruhe. An Anbetung zu denken, ist kaum noch möglich.
Ich gebe zu, dass es anderen besser gefallen hat – einer ist ca. 1,5m hoch rumgehüpft vor der Bühne (aber [vorsicht Sarkasmus]: ob er dabei an Anbetung denken konnte? …)

Was ich aber trotzdem positiv fand: es gibt hier leute, die sich hier Gedanken machen, wie man junge Leute in der Stadt erreichen kann. Über das wie kann man sich ja dann noch unterhalten. Aber der Grundansatz ist auf jeden Fall sehr gut. Neue Musik, gute Predigt, Einsatz von Medien und alles möglichst professionell – eben das Beste, um das Beste weiterzugeben, was wir haben: Die Message von der Vergebung der Sünden.

Als letztes dann war ich gestern mit Andreas Hahn in ?ódź. War etwas anstregend (um 6Uhr los um 0:30 zurück) aber sehr gut. Im GoDi am Morgen hat Andreas gepredigt und ich kurz ein paar Worte über mich und mein Praktikum hier gesagt. Am Abend dann (es war ein evangelistischer Hauskreis in einer etwas kleineren Stadt in der Nähe von ?ódź) hat Andreas dann eine Bibelarbeit gehalten und ich habe ihn übersetzt.
Mittags, und zum Abendessen auch, waren wir beim Pastor Janek zu Haus. Lustig: seine Frau ist meine Cousine zweiten Grades (oder genauer: mein Onkel ist mit ihrer Tante verheiratet [wer eine Skizze braucht, meldet sich bei mir]). Gerhard Köser hat meinen Vater schon mal gefragt: „Sag mal, wer außer dem Papst ist mit dir in Polen nicht irgendwie verwandt?“ – Nun, wer weiß, vielleicht ist der Papst ja auch …

Vielleicht denkt ihr jetzt: moment, hast du denn gar nichts gemacht diese Woche????
Nun – doch. Aber halt nur Vorbereitungen. Diese und die nächste Woche wird etwas mehr bringen. Am Freitag Jugendstunde über Islam. Am Donnerstag wahrscheinlich Bibelstunde. Am Montag dann meine Vorlesung über Anthropologie und am Sonntag dann eine evangelistische Predigt, die ich aber schon Anfang der Woche fertig haben soll.
Wenn ihr immer noch denkt, dass es zu wenig ist, dann kann ich das verstehen. Wenn ich nicht derjenige wäre, der Stundenlang in Büchern wühlt, weil jeder über die Frage, ob der Mensch nun Leib, Seele und Geist oder nur Leib oder doch Leib und Seele sei, eine andere Antwort hat. Naja, etwas verwirrend das Ganze. Ich denke aber, dass ich nun weiß, was ich den Stundenten sagen will und wie ich es begründen werde.

Also: Euch allen eine schöne Woche.

GfS
Markus
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