Was wäre wenn …

30. Apr 2005

was wäre gewesen, wenn die Phönizier die Alphabeth-Schrift patentiert hätten. Aus ihrem Alphabet ist neben dem alten hebräischen auch das moderne hebräische Alphabeth (sog. Quadratschrift), dann auch das algriechische und daraus dann das lateinische Alphabeth entstanden.

Es war das erste Alphabeth, das keine Silben oder Bilder-Schrift, sondern Buchstaben verwendet hat. Zwar noch zuerst ohne Vokale, aber immerhin. Mit nur 22 Buchstaben hatten sie eine leicht erlernbare Schrift geschaffen. Es waren nicht mehr – wie bei den Hieroglyphen Tausende von Zeichen zu lernen, sondern eben nur 22.

Das erklärt, warum sich das phönizische Schrift durchgesetzt hat und (außer der Ostasiatischen Schriften [also Chinesisch und Abkömmlinge]) fast alle heute gebrauchten Schriften auf diese Phönizische oder auch „nordsemitische“ Schrift zurückgehen.

Doch – mal angenommen – die Phönizier hätten beim Patentamt in Tyrus ein Patent auf ihre Schrift angemeldet. Patent Nummer 149205: „Schrift basierend auf Buchstaben, deren Zeichen einzelne Laute darstellen und beliebig miteinander kombiniert werden können.“
Unter dieses Patent würden somit alle modernen Sprachen fallen.

Die Folgen wären folgende:
Nur wenige Völker haben angefangen, sich für diese Schrift zu interessieren, da die Hieroglyphen oder die Keilschrift ja kostenlos zugänglich wären.
Die Schreiber hätten sowieso nichts dagegen. Schließlich werden sie gut bezahlt und man erlangt hohes Ansehen, wenn man schreiben und lesen kann. Warum also umsteigen?

Gewiss, die Entwicklung zur modernen Zivilisation hat einen etwas anderen Weg eingeschlagen, aber der „Westen“ kam trotzdem dort an.
Im Jahre 2005 können schon 50% der deutschen Bevölkerung lesen und schreiben – im internationalen Vergleich ist das ziemlich viel.
Die Deutschen exportieren sogar Computerausrüstung. Vor allem die sehr komplizierten und aufwendig produzierten Tastaturen: Es gibt sie in der Version „einfach“, „standard“ und „extra“.
Die einfache Variante hat nur alle für die Alltagsprache wichtigen Zeichen: ca. 200. die standard-Version immerhin etwa 500 Zeichen. Damit kann man sehr viele Schreibarbeiten erledigen. Die meisten Menschen benutzen die Standard-Tastatur. Schließlich ist die extra-Version mit 1000 Zeichen sehr teuer und groß. Diese wird vorwiegend von Firmen bestellt. Mann kann sie entweder freistehend erhalten oder als Einbausatz in einen bestehenden Schreibtisch. Der Nachteil ist dann allerdings, dass man keinen Platz mehr auf dem Schreibtisch für irgendetwas anderes mehr hat.
Dafür kann man dann allerdings alle Texte schreiben – selbst die schwierigsten Fachvorträge.

Eine weitere deutsche Meisterleistung sind die Mobiltelefone. Der Name „Handy“ setzte sich nicht durch – kein Wunder bei einer Tastatur mit 50 Zeichen. Die braucht man zwar nicht zum Wählen der Telefonnummern – aber wer eine LMS schicken will, braucht die 50 Tasten. Jede Taste ist mit 10 verschiedenen Zeichen belegt – so kann man fast alles schreiben, was man will.
Für die Bonzen gibt es noch die Extra-Ausgabe mit 100 Tasten. Doch das ist für den Normaluser viel zu teuer.

Ach so. Die Phönizische Schrift ist untergegangen. Da die Lizenzgebühren viel zu teuer waren, hat sie schließlich kein anderes Volk angenommen.
Und als das phönizische Reich untergegangen war, geriet auch die Schrift in Vergessenheit. Die anderen Völker konnten ihre Schriften nicht lesen und meinten außerdem, dass eine Schrift mit so wenigen Zeichen sicher sehr primitiv sein muss.

Und so fragt sich der Rest der Welt, ob man das mit dem Schreiben nicht einfacher machen könnte.

Markus
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… vergessen, dass ich noch ein Blog habe. ts ts ts

Also: Ich möchte hiermit feierlich verkünden, dass meine Arbeit am Montag um 11:07 Uhr bei dem Dozenten eingetrudelt ist und ich somit einen groooßen Schritt weiter bin. Na gut, die nächsten 5793 Schritte bis zum Ende des Semesters habens auch alle in sich, aber diese Arbeit war doch ein schöner Brocken.
Jetzt hoffe und bete ich, dass ich auch bestanden habe (Motto: „Vier gewinnt“.

Ich habe auch schon einen guten Gedanken für meine Reihe: „Was wäre wenn …“
Aber das bei Gelegenheit.

CU

Markus
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Stress – was sonst?

02. Apr 2005

Ja, ich weiß, dass Stress ein Modewort ist, aber die nächsten zwei Wochen verdienen diese Überschrift wirklich.

Morgen habe ich eine Predigt zu halten beim Feierabend-Gottesdienst. An sich mache ich das ja gerne – aber im Augenblick ist es gerade etwas viel.
Das Hauptproblem (neben meiner Art die Sachen nach hinten zu schieben, sich zu viel aufzuladen und nicht „nein“ sagen zu können) ist nämlich, dass ich eine Arbeit, dich ich eigentlich schon hätte längst hätte fertig machen sollen, bis zum 18 fertig machen muss. [Ein Dankeschön an den Dozenten].
Die Gründe für mein Noch-nicht-fertig-sein sind: Praktikum im März, dann Thema geändert (weil vorher nicht systematisch genug für systematische Theologie) und in den zwei Wochen vor dem Praktikum hatten sich Tausend Dinge angesammelt, die nicht warten konnten.
Na ja. Selber schuld. Nun werde ich die nächsten Tage halt Überstunden schieben.
Deshalb mache ich auch Schluss für heute und kündige schon mal an, in den nächsten zwei Wochen wohl nicht so viel zu posten. Ich denke, ihr versteht’s.

Markus
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