Jugendgruppe und Musik

09. Sep 2005

Hi,

gestern Abend war ich in der Jugendstunde hier in der Gemeinde.
Und ich muss sagen, ich war etwas enttäuscht. Für eine Gemeinde dieser Größenordnung war die Jugendstunde ziemlich unprofessionell.

Am Anfang hatten wir eine Worship-Zeit. Das war meiner Ansicht nach der schlechteste Part. Die Musiker (drei Gitarrenspieler) saßen relativ teilnahmslos in ihren Stühlen (einer mit nem Cappy auf dem Kopp) und spielten auch so leidenschaftslos, wie der Rest der Gruppe sang.
Die Liederauswahl (ca. 5 Lieder) war o.k., auch wenn ich nur eines kannte: What a friend we have in Jesus. Was ich aber etwas schwach fand: die Lieder wurden einfach hintereinander weg gesungen. Keine Erklärungen zu den Inhalten, keine Bibelverse, keine Gebetszeiten.

Ich weiß, dass die McArthur-Fraktion probleme mit modernem Worship hat, wenn die Texte sich um uns, nicht um Gott drehen, und wenn die Musik nicht das Ziel hat, Gott anzubeten, sondern uns zu unterhalten. Und ich bin der erste, der ihnen zustimmt. Wenn die Lieder nur aus drei Worten bestehen, wobei zwei davon ICH heißen, dann kann ich damit nichts anfangen, ebenso wie ich Musiker nicht leiden kann, die in einem Gottesdienst (ein Konzert ist ne ganz andere Kiste) sich selbst durch tausend Soli in den Vordergrund spielen.

Doch muss die Antwort darauf leidenschaftsloses, unprofessionelles Geklimper sein?
Ich denke, dass Gott will, dass wir ihn mit ganzem Herzen anbeten. Herz meint aber beides: Verstand und Emotionen. (Herz ist erst seit der Romantik der Ort ausschließlich der Emotionen).

Ich denke, dass das Problem ist, dass manche Menschen (bes. konservative Christen) denken, das Geistlich = Rational ist. Das heißt: wer rationell ist und auf Emotionen verzichtet ist geistlich. Wer emotionell ist, ist manipulativ und ungeistlich. Doch man kann auch mit rationellen Argumenten manipulieren.

Ich wünsche mir, dass wir lernen, Gott anzubeten, indem wir Lieder singen, die IHN verehren (nicht uns, nicht die Musiker), dass wir es aber aus ganzem Herzen und voller Leidenschaft tun, und dass wir es so gut tun, so gut wir es können.

Die anschließende biblische Lektion war o.k Ich hätte mir allerdings mehr Beteiligung der Jugendlichen und für die zweite Hälfte (Gespräch in Kleingruppen) etwas mehr Zeit gewünscht.

so, ich muss gleich gehen, also: bis Morgen.

Markus
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