Psalm 139 (Übertragung)

19. Sep 2005

Moin,
ich bin dabei mich für eine Sonntagschulstunde (oder besser zwei) für die Oberstufe vorzubereiten. Das Thema wird sein: Gottes Allwissenheit und Gottes Allgegenwart.
Dafür habe ich auch versucht[1] Psalm 139 aus dem Hebräischen zu übersetzen. Ich habe festgestellt, dass ich so ziemlich alles wieder vergessen, was ich bei der Hebräischprüfung wusste (und das muss schon ne Menge gewesen sein, denke ich zumindest, immerhin war’s ne Eins). Wie auch immer. Mit BibleWorks und Elberfelder (was würden wir Theo-Studenten ohne sie machen[2]) habe ich mich durchgewurschtelt (Wieso gibt es eigentlich keinen Sprachlichen Schlüssel für das AT? Dr. von Siebenthal: können Sie da nicht was machen?) und heraus kam Folgendes.
Na ja, nicht im ersten Schritt. Erstmal habe ich eine Rohübersetzung gemacht und dann versucht die Stilfiguren und so für mich in heutiges Deutsch zu übersetzen. Außerdem habe ich versucht[1] die implizierten Gedankengänge explizit zu formulieren. Alles ohne Sibis geniale 12-Schritt-Methode.
Also, ihr merkt schon: Versucht bloß nicht diese Übertragung (bitte als solche verstehen) nicht im Gottesdienst, Jugendstunde oder sonst wo zu gebrauchen. Sie ist nur als kleine Denk- und Verständnishilfe gedacht. So habe ich es gedacht – und ihr solltet bitte nicht mehr daraus machen.

Psalm 139

  1. Ein Loblied, geschrieben für den Dirigenten.
    Jahwe, du durchleuchtest mich durch und durch und du kennst mich
  2. Du weiß, was ich von morgens bis abends mache
    Selbst meine Gedanken erkennst du schon von Weitem.
  3. Du beurteilst alles, was ich tue,
    alle meine Handlungen kennst du in- und auswendig.
  4. Du weißt exakt, was ich sagen will,
    noch bevor ich es mir selber zurechtgelegt habe.
  5. Du bist überall um mich herum
    die ganze Zeit spüre ich deine Macht/Gegenwart.
  6. Zu abgedreht ist diese Erkenntnis für mich – zu hoch für mich
    ich kriege es nicht in meinen Hirn
  7. Wenn ich vor dir fliehen wollte: wo könnte ich, damit dein Geist mich nicht findet
    Wo könnte ich hin, wo du mich nicht sehen könntest?
  8. Selbst wenn ich an den höchsten Punkte hinaufstiege,
    Oder in den tiefsten Punkte hinabstiege – du wärst da!
  9. Würde ich in den tiefsten Osten
    oder in den weitesten Westen gehen …
  10. auch dort bist du da und leitest mich
    Auch dort stehe ich unter deiner Herrschaft
  11. Selbst wenn ich der Nacht befehlen könnte, mich zu verstecken
    damit nur noch Dunkelheit um mich herrscht
  12. Auch dann wäre ich vor dir nicht verborgen, denn selbst in der Finsternis siehst du alles
    als wäre es heller Tag
    für dich ist das kein Unterschied.
  13. Das ist aber auch kein Wunder, denn DU hast meine Persönlichkeit geformt
    Du warst es, der mir im Bauch meiner Mutter Gestalt verlieh
  14. Ich preise dich dafür, dass du mich auf eine faszinierende und einzigartige Weise geschaffen hast
    Genial ist alles, was du tust; dessen bin ich mir durchaus bewusst.
  15. Selbst als es noch niemand wusste, dass ich auf die Welt kommen werde,
    hast du mich schon gesehen und gekannt.
  16. Du hast mich schon gesehen, da war ich nur ein Embryo.
    und schon bevor ich geboren wurde, hast du schon längst über jeden einzelnen Tag meines Lebens Bescheid gewusst
  17. Deine Gedanken sind so überragend,
    und ihre Summe so gewaltig,
  18. würde ich sie zählen, dann würde ich feststellen, dass sie zahlreicher sind als Sand am Meer
    Wo und wann auch immer ich aufwache: du bist schon da (ich bin immer bei dir)!
  19. Gott, töte den Gottlosen, der das nicht begreift,
    „Haut ab, ihr Mörder!“
  20. Sie lästern über dich, statt dich zu preisen,
    Sie, deine Feinde, missbrauchen deinen Namen!
  21. Herr, ich kann nicht anders, als die, die dich hassen, zu hassen,
    die, die gegen dich rebellieren, zu verabscheuen.
  22. Mein Hass gegen sie hat keine Grenzen,
    Sie sind meine Feinde – es geht nicht anders
  23. Doch Herr: ich möchte nicht so sein, wie sie! Darum durchleuchte mich, erkenne, wie ich wirklich bin
    Prüfe mich nach deinen Maßstäben und erkenne, was ich denke.
  24. Prüfe, ob ich mich nicht falsch verhalte,
    Und wenn ja, korrigiere mich und leite mich auf dem Weg deines ewigen Bundes.

von David

[1] bitte diese Worts betont lesen!
[2] Hiermit möchte ich mich in aller Förmlichkeit bei den Übersetzern und Herausgebern der Elberfelder Bibel (revidiert) bedanken für alle die Mühe, die sie sich gemacht habe um uns armen Theologiestudenten eine Übersetzungshilfe an die Hand zu geben. Ich werde nie wieder über euch schimpfen (zumindest nicht mehr so oft)

Markus
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Eine Antwort to “Psalm 139 (Übertragung)”

  1. Hugh Says:

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