Wochenende

19. Sep 2005

So, will hier mal kurz berichten, was ich so alles am WE gemacht habe.

Universal Studios Am Samstag Nachmittag und Abend waren wir in LA, bzw. in Universal City. Wenn ich Mike richtig verstanden habe, dann ist USC eine eigene Stadt in LA (so wie Vatikan in Rom, nur dass hier nicht die RKK, sondern die Universal Studios Ton angebend sind.
Direkt neben dem Universal-Studios-Park (eine Art Disneyland) gibt es eine Fußgängerzone mit vielen Restaurants, Merchandising-Läden etc. pp und natürlich einem Riesenkino.

Auf dem Weg nach Hause sind wir dann in einem schweizer-deutschen Restaurant essen gewesen. Es ist Oktoberfest-Zeit.
Es gab (ich habe ausgesucht)

  1. Leberkäse, mit Ei, Sauerkraut, Knödel und Spinat;
  2. Scheinemedallions (oder Rind?) in Pfifferlingsauce mit Spätzle und …
  3. Bayerische Würste (Weißwurst, Bratwurst und noch ne andere) mit Kartoffeln, und …

Als appetizer hatten wir Brot mit Leberwurst und ne Auswahl an eingelegtem Gemüse (oder wie auch immer man das nennt – halt Rübe, Kartoffel, Kraut etc. in ner Essigsauce eingelegt). Das beste Brot, das ich seit Wochen gegessen habe!!!

Und als Nachtisch dann Apfelstrudel und noch was – keine Ahnung, wie es heißt. Schmeckte auf jeden Fall gut! (Da merkt man erst, wieviele deutsche Gerichte man selber nicht wirklich kennt.

Das war also Samstag,
Saddleback 4 am Sonntag bin ich dann mit einem Seminary-studenten nach Saddleback gefahren (Stadt heißt eigentlich Lake Forest). Es ist südlich von LA. An Werktagen müsste ich wohl 2 bis 3 Stunden einrechnen, doch am Sonntag Morgen geht’s. Wir sind in eineinviertel Stunde da gewesen.
Was einem zunächst auffällt:
Das Gelände ist rieeesig. Tausende Parkplätze, eine Verkehrsführung, wie bei einer der Vielen Einkaufszentren hier. Viel Grün – Palmen, Gras, zwischendurch ein Hügel mit Wasser etc. pp. Viele Gebäude auf dem Gelände verteilt.
Was einem dann auffällt: Die Gebäude sind nicht größer als die der Grace Community Church (obwohl von den Mitgliederzahlen her sie vielleicht doppelt so groß ist). Das Worshipcenter (so nennt sich hier das Gebäude mit dem Haupt-GoDi-Saal) ist sogar kleiner als das der Grace CC. Der Unterschied ist nur, dass die GCC keinen Platz mehr hat, und alle Gebäude eng nebeneinander stellt. SVCC dagegen hat ein riesigen Areal und hat somit genug Platz, um die Gebäude zu verteilen und auch noch Grünanlagen dazwischen zu bauen.
Um aber dennoch Tausende Gottesdienstbesucher unterzubringen, hat Saddleback sechs Gottesdienste am WE – zwei am Samstag, vier am Sonntag. Außerdem hat die SVCC noch drei Zelte aufgestellt, in die die Predigt übertragen wird, die aber ein eigenes Musik- und Vorprogramm haben. Wer lieber Gospel mag, geht in Zelt x, wer lieber Rock, in Zelt y.
Jetzt starten sie sogar GoDis am Freitag (mit Western-Country-Musik), krass, ne?

Saddleback 5 Das Worshipcenter ist ziemlich modern gestaltet. Viel Glas, dadurch wirkt es sehr offen und freundlich.
Was mich im Gottesdienst überrascht hat: wir haben nur vier Lieder gesungen. Ich habe erwartet, dass wir ne dreiviertel Stunde singen (zumindest erwartet man das, wenn man all die Pragmatismus-Vorwürfe hört). Doch nichts, nach zwei Lieder fing die Predigt an.
Saddleback-Gottesdienst 3 Bevor ich zu der kommen, noch kurz zwei Sätze zur Musik. Im Gegensatz zur GCC war die Musik sehr modern – ne Band (oder besser ein kleines Orchester), das von Schlagzeug über E-Gitarre bis Streicher alles enthielt. Kein Chor, dafür eine ca. 10 Mann starke Gesangsgruppe.
Für mich war die Musik zu laut. Keine Angst, ich mag Schlagzeug und E-Gitarre (spätestens seit ich beim „Feierabend“ mitarbeite) aber es war einfach zu laut.
Und die Texte (zumindest bei den ersten zwei Lieder) waren wirklich ein wenig flach.

So, nun zur Predigt.
Saddleback-Gottesdienst 2 Der Sonntag jetzt war der erste aus dem Reihe „40 Tage P.E.A.C.E“. Soweit ich es verstanden habe, hat Rick Warren (der hat einen gut trainierten „Pastorenmuskel“ – so vom Format eines Jürgen von der Lippe; hat mich sowieso stark an ihn erinnert mit seinem Hawaiihemd) eine Missionsgesellschaft (die sowohl missoniert als auch karitativ tätig ist) ins Leben gerufen, die PEACE heißt. Leider habe ich nicht mehr im Kopf, was die einzelnen Buchstaben bedeuten.
Diese 40-Tage-Aktion soll nun die Gemeindemitglieder dazu motivieren, sich zu beteiligen. Und das sowohl vor Ort als auch weltweit. Das Motto der AKtion ist „Gewöhnliche Menschen, von Gott befähigt(empowered) verändern in/mit ihrer Gruppe die Welt – wo auch immer sie sind“ (frei aus dem Gedächtnis übersetzt).

In seiner Predigt legt Rick W die Grundlagen: Warum sich daran beteilige und sich engagieren? Was sind die Barrieren, dass ich es nicht tue? und: Was ist die Belohnung, dass ich es tue?
Den Inhalt fand ich ziemlich gut. Er legte viel Wert drauf, dass wir hier eine Aufgabe haben und uns (als Christen/Gemeinde) nicht um uns selbst drehen dürfen.
Kleine Bauchschmerzen hatte ich mit seiner Verwendung von Bibelstellen und -Übersetzungen. Er ging sehr schnell darüber hinweg, ohne sie groß zu erklären. Und er benutzte fast ausschließlich Paraphrasen. Die New Living Translation war die „wörtlichste“ Übersetzung bzw. die einzige Übersetzung. Das wäre so, als würde man in Deutschland die „Hoffnung für alle“ und die Volxbibel benutzen (oder andere Paraphrasen – weiß gar nicht, wieviele es da gibt).

Der Inhalt war gut, nur, dass ich denke, dass wir nicht nur richtige Inhalte predigen sollen, sondern auch zeigen müssen, wie wir das aus der Bibel abgeleitet haben. Wenn wir mit Bibelstellen herumschmeißen wie andere Leute mit Bonbons, dann tut das den GoDi-Besuchern wohl nicht soo gut.

Jo, Das war Saddleback.
Wer noch mehr wissen will: mail an mich schreiben!

Holzauto Außerdem habe ich noch viele andere Fotos auf Flickr gepostet. Schaut’s euch an. (z.B: von Breitreifen Harley und In’n Out Burger) und meine Handy-Fotos (z.B. vom FTA-Bau).

Ciao

Markus
<><

2 Antworten to “Wochenende”

  1. bpb Says:

    Hi Markus,

    finde ich ja nett, dass du für mich nach Saddleback gefahren bist.

    Was du erzählt hast, deckt sich mit dem, was ich in anderen www-Inhalten gelesen habe.

    Frage: Würdest du eine Gemeinde genauso aufziehen (abgesehen vom mangelhaften Umgang mit Bibelstellen)?

    Kannst mir ja mal, wenn du Zeit hast in „…was kommen wird“😉 deine weitergehenden Gedanken zu dazu schreiben.

    Viel Spaß in LA und grüß die große Stadt von mir.

  2. kairos Says:

    Ja, Peter, nur für dich *g*

    Schwer zu sagen, dafür war ich zu kurz dort.

    Was ich gut finde, ist, dass Rick Warren Sachen nicht dem Zufall überlässt, sondern plant und vorausschaund handelt. (manche verwechseln chaos mit dem Wirken des HG). Das würde ich übernehmen – ohne zu vergessen, dass ich den Glauben anderer Leute und ihr geistliches Wachstum nicht machen kann, sondern dass Gott dafür zuständig ist. Aber was ich machen kann, kann ich und soll ich und will ich so gut wie möglich machen.

    Die Idee mit purpose-driven church finde ich auch sehr gut. Es hängt mit dem gerade gesagten zusammen.

    Ich würde die GoDis aber vielleicht etwas weniger als Show und etwas mehr als Zeremonie (ich hoffe du verstehst was ich meine) feiern.
    Bin aber weit entfernt von Luther-1545-Vertretern oder von der „das einzig wahre Instrument im GoDi ist die Orgel“-Fraktion.

    Ich versuche es nach dem Paulus-Prinzip zu machen: Alles prüft, das Gute behaltet.
    Und Rick Warren hat definitiv einige sehr gute Sachen in seiner Gemeinde verwirklicht.

    CU


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