Nur mal für alle, die sich gerne gute Bibelverfilmungen anschauen: am 4. November kommt die neueste Verfilmung des Johannesevangeliums auf DVD heraus. Für alle, die sich wundern, warum sie den Kinostart verpasst haben: Nein, nicht ihr habt geschlafen – sondern die Kinos haben geschlafen. Das Johannesevangelium lief nie in DEUTSCHEN Kinos.
Ich habe „The Gospel of John“ (Originaltitel) bzw. “ Opowieść o Zbawicielu“ (polnischer Titel) im polnischen Kino gesehen.
Als ich nun sah, dass er auch auf Deutsch zu haben sein wird, habe ich ihn gleich bei Amazon vorbestellt.
Das Besondere ist, dass das Drehbuch zum Film die Good News – Übersetzung war, und dass wirklich kein einziges Wort verdreht oder gestrichen werden durfte. Nun will ich mir anschauen, wie die deutsche Synchronisation ist. Wahrscheinlich die Gute Nachricht-Übersetzung. Werde also mit meiner Bibel daneben sitzen und prüfen, ob auch alles stimmt 😉

Also: kauft euch den Film oder schaut ihn euch zumindest einmal an!

CU
markus

przeprowadziłem się

19. Okt 2005

za pomocą mojego brata mogłem przeprowadzić moje konto z blogger.com do wordpress.
To znaczy, że od dzisiaj pisze wszystko tutaj – kairologie.blogspot.com jes na emeryturze.

do słyszenia

markus

moved

19. Okt 2005

with my younger brother’s help I was able to import all my blogger.com-entries in/to this blog. So beginning with today I will post my stuff only in this blog.

cu
markus

umgezogen

19. Okt 2005

Moin,
dank eines Tipps von meinem Bruder konnte ich alle Blogger.com-Einträge importieren. Nach und nach werde ich die Kategorien dann bearbeiten und von nun an werde ich auch nur noch von hier bloggen.

Schönen Gruß
markus

gelandet

13. Okt 2005

moin, moin,

wollte nur sagen, dass ich angekommen bin – im guten alten Europa!

den Rest, also die vielen Fotos von meinem Tripp nach Las Vegas, mein Fazit übers Praktikum etc. kriegt ihr später.

Markus
<><

So,

da bin wieder. Was wollte ich? Ach ja, das Blueprint leadership seminar.

Also gestern war die Gemeinde Gastgeber für das Blueprint seminar, das von einem Ehepaar aus Chicago durchgeführt worden war. Soweit ich das verstanden habe, sind sie unterwegs im Auftrag des Baptistenbundes und führen diese Seminare durch.

Es war ganz gut. Das Wort Blueprint heißt auf deutsch Blaupause. Blaupausen sind Konstruktions- /technische Zeichnung, die wegen des bläulichen Aussehens Blau-Pausen genannt wurden/werden.

Die Idee dahinter ist folgende. Wenn man ein Gebäude (z.B. eine Kirche) baut, hat man zunächst die Idee, an Hand derer man den Entwurf erstellt. Dieser Entwurf aber ist nicht detalliert genug für die Maurer, Zimmerleute etc. Man erstellt darum Konstruktionspläne, an Hand derer das Gebäude erstellt wird. Blaupausen eben.

In der Bibel haben wir den Entwurf für eine gesunde Kirche: es ist die Gemeinschaft von gläubigen und vor allem geistlich reifen Menschen. Doch wir als Leiter müssen nun einen Weg finden von unserer augenblicklichen Situation zum diesem Ziel zu gelangen. Der Gedanke ist, dass der Entwurf eben zu allgemein ist und wir eine Blaupause brauchen um zu wissen, welche konkreten Schritte wir unternehmen sollen. Das heißt:
wir wissen, dass ein geistlich reifer Mensch anderen dient. Wir wissen also, dass wir unsere Gruppe / die einzelnen Menschen in ihr an diesem Punkt weiterführen wollen. Wir nehmen uns ein konkretes Ziel vor und erstellen einzelne Schritte dahin.

Das biblische Bild eines geistlich Reifen Menschen ist der Entwurf, unsere Schritte die Blaupause.

Nun – für jeden Braker und FTAler wird das nichts neues sein. Es ist eine Mixtur aus Gemeindepädagogik mit M Rüther und Gemeindepraxis mit Michael Miezal (oder jetzt wohl HW jr, oder?).
Warum also habe ich das alles aufgeschrieben?
Nun um zu etwas zu verdeutlichen.

Diese Kirchen hier sind sehr darauf bedacht, nicht pragmatisch zu sein – auch nicht die modernen Wissenschaften wie Psychologie oder moderne MEthoden aus dem Managment oder Marketing zu benutzen. Das Lustige ist, dass sie, wenn es an die Praxis geht doch nichts anderes machen. Sie benutzen Erkenntnisse aus der Pädagogik und (in diesem Fall) aus dem Managment. Was die Bluprint-Leute gemacht haben war nichts anderes als die altbekannte SMART-Methode (Ziele müssen Spezifisch, Messbar, … sein). Etwas, das – meines Wissens nach – alte Managmentmethodik ist.

Warum tun sie das? Nun, weil in der Bibel konkrete Schritte fehlen. Wir wissen wohin wir die Menschen führen. Sie gibt uns auch einige Hinweise wie wir sie dahin führen sollen – doch im alltäglichen Leben, in der Praxis der Gemeinde kommen wir doch nicht drumrum, genau dies Schritte aus dem Managment anzuführen.
Ist es schlecht – nein, of course nicht.
Warum? Ist es nicht Verrat? Ist es nicht vermischen von menschlicher Philosophie mit Göttlichem Evangelium? Nein, es ist es nicht.
Was ist es dann?
Ganz einfach: Es ist Weisheit. Weisheit ist, das Leben klug zu meistern, biblische Weisheit ist, es in Übereinstimmung mit Gottes(=biblischen) Maßstäben zu meistern.

Wenn du die Alttestamentliche Weisheit mit Ägyptischer, Altorientalischer Weisheit vergleichst, wirst du Ähnlichkeiten und Unterschiede feststellen.
Ähnlichkeiten sind da, weil das Leben gleich ist. Wir leben als Menschen unter Menschen, haben mit den selben menschlichen Problemen zu kämpfen. Wir erleben das selbe Wetter, … Darum finden wir die selben Lösungen für Probleme.
Unterschiede, weil wir beim Lösen der Probleme nicht nur unseren Verstand, sondern auch Gottes Gebote einbeziehen. Wir tun, was wir tun, nicht nur um unser Wohlergehen willen (das sicher auch), sondern auch – und hier sollte unser Schwerpunkt liegen – um Gott zu ehren. Darum findet ihr in der AT-lichen Weisheit Sätze wie: „Den Herrn ernst nehmen ist der Anfang aller Erkenntnis. Wer ihn missachtet, verachtet auch Weisheit und Lebensklugheit.“ (Sprüche 1,7)

Also: genauso wie damals auch Nichtjuden auf gute Lösungen kommen konnten, genauso können auch Nichtchristen auf gute Lösungen kommen. Sie studieren zum Beispiel das Verhalten des Menschen und machen richtige Beobachtungen und manchmal auch richtige Schlussfolgerungen. Diese Beobachtungen (und auch die richtigen Schlussfolgerungen) gelten dann auch in der Kirche, weil auch hier Menschen sitzen und Gott alle Menschen gleich gemacht hat.

Die Unterschiede ergeben sich aus der Tatsache, dass die Anthropologie (also das Menschenbild) der sekulären Forscher falsch, weil meistens humanistisch ist. Das biblische Menschenbild zeigt uns ein in mancher Hinsicht anderes Bild vom Menschen. Die Bibel zeigt, dass der Mensch verdorben ist – doch sie zeigt auch, dass er als Geschöpf Gottes zu klugen Handlungen fähig ist – auch wenn die Motive bei einem Nichtchristen (und ich meine nicht nominelle Zugehörigkeit zu einer Kirche, sondern die Wiedergeburt durch den Heiligen Geist) nie rein sein werden.

Apropo HG: Der ist auch ein Grund dafür, warum manche Erkenntnisse aus der humanistischen Wissenschaft nicht auf die Gemeinde übertragen werden können: Der HG ‚funkt‘ manchmal dazwischen und dann nützen die besten Statistiken nichts.

Doch Sachen wie Kommunikation, Lernfähigkeit etc. ändert sich nicht grundsätzlich. Darum kann ich die Ergebnisse übernehmen, wenn sie nicht auf falschen Voraussetzungen beruhen. Das Beste wäre also, wenn wir als Christen unsere eigene Pädagogik, Psychologie betreiben würden – also wirklich empirische Wissenschaft auf Grundlage des biblischen Menschenbildes. Zu oft ist nämlich „christliche“ Psychologie etc. nichts anderes als humanistische mit einem christlichem Anstrich.

Um es klar zu machen: ich habe nichts gegen Psychologie (die Wissenschaft), nur etwas gegen humanistische Psychologie. Und um es auch klar zu machen: JEDE Wissenschaft beruht auf einem Paradigma – ob es humanistisch, buddhistisch, biblisch, etc. ist. Darum wird es nie einfach nur Psychologie geben, immer nur humanitische, biblische etc. Psychologie (Das lässt sich auch auf Pädagogik etc. anwenden).

So, warum schreibe ich hier so ne lange Abhandlung darüber?
Weil das der letzte Puzzlestein in meinen Überlegungen war. Während all der Zeit hier habe ich darüber nachgedacht, ob unser Braker / FTA-Ansatz falsch ist. Also: ist es falsch Erkenntnisse aus Managment, etc. zu übernehmen – also letztlich außerbiblisches Wissen? Für die meisten Lebensbereiche wird damit niemand Probleme haben – aber was ist mit Gemeindebaut / Mission etc.?

Nun – hier scheiden sich die Geister. Die Kirchen hier (also die Generall Association of Regural Baptist Churches) oder die Kirchen um McArthur (was sich in Südcalifornien zum Teil überschneidet) sind der Ansicht, dass das nicht erlaubt ist.
ABER – und das war meine Erkenntnis während der nun sieben Wochen hier: Sie tun es trotzdem. Wenn es um Evangelisation geht, dann hört man Sätze wie: „Wir führen Kindermusical durch weil es funktioniert. So lassen sich die Leute einladen.“ Oder wenn es dann um das Planen von Aktionen geht greift man zur altbewähren SMART-Methode.

Warum: weil die Bibel über das WIE oft nichts oder zu wenig sagt und weil Gott – meine Überzeugung – uns den Verstand zum Denken und nicht nur zum Wärmeaustausch gegeben hat. Und versteht mich nicht falsch. Ich denke nicht, dass das ein Manko der Bibel ist, sondern ein Riesenvorteil: Gott will, dass wir die Methoden wählen, die für unsere Zeit, unsere Kultur angemessen sind und seinem heiligen Charakter entsprechen. Darum will er, dass wir ARBEITEN. Ansonsten wäre es ja leicht – doch das ist es nicht; erfordert Grips, Weisheit und Demut, immer wieder dran zu bleiben und das alles unter einen Hut zu kriegen. Doch – das ist o.k. so und darum haben wir auch den Heiligen Geist.

Ich denke auch, dass Paulus (und andere Männer aus der Bibel und der Kirchengeschichte) auch Managment-, Marketing- und andere Methoden angewandt haben und dass wir es in der Bibel finden können. Das zu sagen, heißt nicht, dass ich diese in die Bibel hineinprojiziere, sondern dass ich anerkenne, dass alles Intelligente und wirklich weise, was die Menschen „erfinden“ können sowieso von Gott in sie hineingelegt worden ist (nein, keine übernatürliche Inspiration, sondern die natürliche Veranlagung bei der Schaffung der Menschen). Wann auch immer also jemand etwas intelligentes schreibt, das sich mit der Bibel in Übereinklang bringen lässt, ist es also ein „menschliches Naturgesetz“ (wie z.b. dass wir besser arbeiten können, wenn wir ausgeschlaffen sind – ja ich weiß, ist trivial) – das darum mit der Bibel übereinstimmt und das wir deshalb benutzen können: WEIL GOTT SO DEN MENSCHEN GESCHAFFEN HAT. Und Gott hat alle Menschen gleich geschaffen, darum sind empirische Erkenntnisse möglich und jeder, der sich die Mühe geht, ihnen sorgfältig nachzugehen, wird sie finden.
Und manche davon finden wir in der Bibel – und andere nicht. Gott wollte uns auch etwas zum „erfinden“ lassen. Sonst wäre es ja langweilig ;°)

Also:
Ein gutes Seminar (wenn auch nichts oder nicht viel Neues) – und ich hoffe, dass die GARBC es irgendwann kapiert, dass sie doch nicht so ganz ohne die empirischen Wissenschaften und „menschliche“ Weisheit auskommen können, wie sie es jetzt noch offiziell sagen. Ich hoffe auch, dass die nächsten Generationen es verstehen werden, diesen Spagatt besser zu leben, als wir es heute oft tun.

Markus
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T – 6

07. Okt 2005

moin,
ihr fragt euch sicherlich, was T – (minus) 6 ist. Nun: es heißt, dass ich in sechs Tagen zurück nach Deutschland fliege (in hebräische Zählweise: also Heute eingeschlossen).

In den letzten Tagen habe ich meine Jugendstunde über Umweltschutz vorbereitet und gehalten. Ich weiß nicht, ob ich es hier schon erwähnt habe, aber Jon Duncan (der Jugendpastor hier) hat mir für meine Jugendstunde (also am Donnerstag, nicht zu verwechseln mit der Sonntagschule für die High School) freie Hand gegeben. Er sagte: Sag das, was du denkst, dass wir hier hören sollten.
Tja, ich brauchte eigentlich nicht lange überlegen, auch wenn ich noch einige andere Themen zur Wahl hatte. Ich habe meine erste Jugendstunde über Umweltschutz gehalten. Ich habe vier Gründe angeführt, warum ich denke, dass wir Christen Umweltschützer sein sollen:

  1. Weil es vernünftig ist – wir haben nur eine Erde
  2. weil Gott die Erde geschaffen hat und sie ihm gehört(ps 50,11 und ps 104)
  3. weil Gott sich um die Tiere kümmert (jon 4,11, mt 6,26 und ps 104)
  4. weil Gott es geboten hat (gen 1,28 und gen 2,15)

Die Kids haben zugehört und ich denke, dass ihnen Umweltschutz nun mehr am Herzen liegt und sie ab Heute mit Umweltschutz nicht nur „greenpeace“ und „Verrückte“ verbinden.

Übrigens fiel mir auf, dass ich noch nie eine Predigt, Jugendstunde etc. pp über Umweltschutz aus biblischer Sicht gehört/gelesen habe. Und im Internet findet man auch nicht soo viel fundiertes darüber. Meistens nur liberales geschwalle ohne biblische Begründung. Ich zweifle ja nicht an, dass wir die Umwelt schützen sollen, doch ne biblische Begründung will ich schon gerne sehen (vor allem, weil man sie findet, wenn man nur sucht!).

Am Donnerstag (also gestern) habe ich auch an einem Seminar für Leiter teilgenommen:
Blueprint leadership seminar.

Doch dazu gleich mehr, muss kurz weg.

Markus
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